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Eindrücke vom Webmontag #28

19. Apr 2011

Der gestrige Abend klang mit einem traditionellen Webmontag Frankfurt aus. Thematisch wurde einmal mehr ein vielseitiges Spektrum geboten – vorgestellt wurde unter anderem das Prinzip Inbox Zero, das Team von MAKEfurt bastelte ein Applausometer, ein Fachautor erklärte, wie eben die Produktion eines Fachbuches aus Autorensicht abläuft.

Schnell vergessen

Besonders gefreut hatte ich mich aber vor allem auf den kleinen Social-Media-Schwerpunkt: Die 7 Todsünden von KMUs im Umgang mit Social Media und Was Fanpage-Betreiber von Community Managern lernen können. Ich kann es kurz fassen – die 7 Todsünden waren furchtbar schlecht vorbereitet und die Sache mit den Fanpage-Betreibern derart oberflächlich, dass ich die Zeit besser beim Networking im Hinterzimmer (dem Barbereich;-) verbrachte. Schade, denn zumindest der Fanpage-/Community-Vortrag hätte mit ein paar Kennzahlen und Erfahrungswerten als Beleg durchaus Mehrwert bieten können.

Bleibende Erinnerungen

Positiv überraschen konnte dann aber der Vortrag der Jungs von COSALUX. Sie haben im Auftrag von Deutsche Post DHL eine interessante Facebook-Anwendung (Social Memories) entwickelt, die im wesentlichen alle verfügbaren Daten des eigenen Profils statistisch auswertet und anschließend als durchgestylte, mehrseitige Infografik aufbereitet. Neben rein technischen Gesichtspunkten (in der Testphase legte das Team vergangene Woche die deutschen Facebook-Server lahm) fasziniert mich ein ganz anderer Aspekt: Wenn das Sammeln und Auswerten privater Daten nur schick genug verpackt und als spannendes Erlebnis verkauft wird, ist es plötzlich kein Aufreger mehr, dass Facebook diese Daten überhaupt erfasst. Das Tüpfelchen auf dem i wäre es gewesen, hätte man diesen Wandel zumindest angesprochen und so für weitere Diskussionen geöffnet. Was aber bleibt, ist, dass die Idee, dass all diese Daten eben (fast) öffentlich, zumindest aber für den Nutzer selbst greifbar sind, schlicht genial ist – so genial, dass man sich fragen muss, weshalb Facebook nicht selbst auf die Idee gekommen ist (oder wann sie die App aufkaufen).

Alles in allem doch ein ganz netter Abend. Vor allem aber auch deswegen, weil beim Webmontag nicht nur die Vorträge, sondern eben auch auf das Networking drum herum den Reiz ausmachen.


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Und wer hat's geschrieben?

Robert

Projekt- und Eventmanager sowie IT-Fachredakteur. Zudem iPad-Träger und Pizza-Verzehrer. Sein Rekord auf http://nyan.cat: unverschämte 63 Sekunden.

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